Faszination Tiefsee
Räuberisches Tiefsee-Manteltier
Stacheliger Königskrebs
Gefleckter Rattenfisch
Fangzahn
Viperfisch
Viel weiss man noch nicht über die Biologie der Wesen, die in der Tiefsee existieren.
Die Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten, ist selbst mit modernster Technik noch immer sehr schwierig.
Räuberisches Tiefsee-Manteltier

(Megalodicopia hians)
Das räuberische Tiefsee-Manteltier sitzt an den Wänden der Tiefseegräben und am Meeresboden und wartet dort darauf, dass kleine Organismen in seine geräumige Mundhöhle schwimmen oder treiben.
Wie eine Venusfliegenfalle klappt das große Maul zu, sobald sich ein Tier darin befindet und öffnet sich erst wieder zu neuen Fängen, wenn die Beute verdaut ist.
Im Inneren der "Haube" eines solchen Manteltieres lebt häufig eine kleine Meerasselart, die leuchtet. Damit trägt sie vermutlich dazu bei, mögliche Beutetiere des Manteltieres anzulocken und profitiert ihrerseits von Verdauungsresten des Tunikaten.
Nahrung: Zooplankton, filtriert vermutlich außerdem organisches Material aus dem Wasser
Grösse: 13 cm
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Stacheliger Königskrebs

(Paralithodes rathbuni)
Stachelige Königskrebse patrouillieren den Meeresboden in 150 bis 730 Metern Tiefe. Sie sind auf der Suche nach Nahrung - anderen Krebsen oder Seesternen. Wenn sie allerdings keine frische Beute finden, nehmen sie auch mal mit Nahrungsresten anderer Tiere oder Aas vorlieb. Die Greifklauen und beweglichen Mundwerkzeuge helfen dem Krebs dabei, seine Nahrung festzuhalten, zu zerkleinern und die Stücke in den Mund zu schieben. Scharfe Stacheln am Körper von Paralithoides schützen ihn bei seiner Wanderung über den Meeresgrund vor Fressfeinden.
Nahrung: Krebse, Seesterne, Nahrungsreste
Grösse: bis 15 cm
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Gefleckter Rattenfisch

(Hydrolagus colliei)
Diese Haiverwandten haben fast kaninchenähnliche Köpfe mit glatter Oberfläche und aufallend großen grünen Augen. Ihr Körper dagegen ist eher unauffällig: bräunlich gefleckt läuft er in einen spitzen Schwanz aus.
Knapp über dem Meeresboden schwimmend sucht Hydrolagus nach seiner nächsten Mahlzeit - "knusprigen" Tiefseekrebsen oder Muscheln. Die Zähne des Fisches sind zu zwei meißelartigen Platten verschmolzen, mit denen er die harten Schalen der Beutetiere knacken kann.
Nahrung: Krebse, Muscheln, Würmer, Seesterne, Fische
Grösse: Weibchen bis zu einem Meter, Männer erheblich kleiner
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Fangzahn

(Anoplogaster cornuta)
Ein Blick auf sein Maul, und es ist klar, wie dieser Fisch zu seinem Namen kam: Wie viele Tiefseefische hat er besonders große scharfe Zähne, um seine Beute auch bei wenig Sicht sicher zu haben. Entdeckt der Fangzahn einen Fisch oder Krebs in der Nähe, öffnet er einfach sein Maul und saugt das Tier ein. Einmal im zahnstarrenden Maul gefangen, hat die Beute kaum noch eine Chance, zu entkommen.
Nahrung: Fische, Krebse, Tintenfische,
Grösse: 15 cm
Viperfisch
Chauliodus solani
Der Viperfisch, ein Raubfisch der Tiefsee, ist vorzüglich an das Jagen seiner zu findenden Beute in der Finsternis hunderte von Metern unter dem Meeresspiegel angepasst.
Der Viperfisch ist ein bizarres, leuchtendes Wesen mit weitem Schlund und dehnbarem Magen. Damit ist er in der Lage, beinahe jedes Tier, dem er im blauen Zwilicht der Tiefsee begegnet, einzufangen und zu verschlingen. Er hängt einfach die Kiefer aus und dehnt sie, so das er Beute bis zur Eigengrösse verschlucken kann.
Alle Leuchtorgane des Viperfisches sind umgewandelte Drüsen
Nahrung: verschiedenen Tiefseefische, manche so gross wie er selbst
Grösse: bis zu 30 cm

